Juli 2026

Wann war eigentlich mal wieder richtig Sommer? Diesen Gedanken hatten wohl viele von uns in den vergangenen Monaten. Kühles Regenwetter schien kein Ende zu nehmen und plötzlich drehte das Wetter auf Sommermodus. Über Nacht heißt es: raus aus dem Wintermantel, rein in die Flipflops.

Auch unsere Gärten kommen bei diesen Temperatursprüngen kaum hinterher. Gestern noch eine nasse Pfütze, heute schon eine schwüle Hitzehölle. Doch ein Garten muss kein Backofen sein. Mit ein paar einfachen Tricks lässt er sich in eine angenehm kühle Oase verwandeln.

Tipp 1: Pflanzt Bäume und Sträucher

Bäume und Sträucher sind die beste natürliche Klimaanlage für den Garten. Anders als Sonnenschirme oder Markisen spenden sie nicht nur Schatten, sondern erzeugen über ihre Blätter auch Verdunstungskühle. Dadurch sinkt die Temperatur spürbar.

Geeignete heimische Arten sind beispielsweise die Gewöhnliche Felsenbirne (Amelanchier ovalis), die Salweide (Salix caprea), der Schwarze Holunder (Sambucus nigra) oder der Rote Hartriegel (Cornus sanguinea). Sie kommen mit unserem Klima bestens zurecht und bieten gleichzeitig Nahrung und Lebensraum für zahlreiche Tiere.

Bäume und Sträucher spenden nicht nur Schatten, sondern sind auch Lebensraum für die Tierwelt. Foto: iira116, Pixabay.

Tipp 2: Lasst den Boden niemals nackt

Offene Erde heizt sich schnell auf und verliert viel Feuchtigkeit. Deshalb sollte der Boden möglichst immer bedeckt sein. Wer noch keine geschlossene Pflanzendecke hat, kann vorübergehend mulchen.

Das Schöne daran: Fast alles, was im Garten anfällt, eignet sich dafür. Rasenschnitt, gehäckselter Strauchschnitt oder abgeschnittene Blätter schützen den Boden vor Sonne und Austrocknung.

Tipp 3: Mehr Grün, weniger Stein

Pflanzen, Pflanzen, Pflanzen. Sie sorgen durch Verdunstung für natürliche Kühlung und verbessern das Mikroklima im gesamten Garten. Versiegelte Flächen, Terrassen und breite Wege hingegen speichern Wärme und geben sie bis in die Nacht wieder ab.

Deshalb gilt: Wo immer möglich, Beete vergrößern und versiegelte Flächen reduzieren. Ein bisschen Mut zum Dschungel-Feeling zahlt sich an heißen Sommertagen aus.

Wer heimische Pflanzen an den passenden Standort setzt, muss später meist deutlich weniger gießen. Informiere dich deshalb am besten schon vor dem Pflanzenkauf über die Ansprüche der jeweiligen Pflanze.

Pflanzen leben am liebsten in Gesellschaft. Foto: mika_Irene, Pixabay.

Tipp 4: In Stockwerken denken

Wer schon einmal an einem heißen Sommertag durch einen Wald spaziert ist, kennt den Unterschied. Dort ist es oft mehrere Grad kühler als auf einer freien Fläche.

Das liegt am Aufbau des Waldes. Ganz oben wachsen die Baumkronen, darunter die Strauchschicht und am Boden die Krautschicht mit Stauden, Bodendeckern und Frühblühern. Diese verschiedenen „Stockwerke“ beschatten sich gegenseitig und sorgen für ein ausgeglichenes Mikroklima.

Warum also nicht ein Stück Wald in den eigenen Garten holen?

Garten darf in allen Stockwerken gedacht werden – wie ein Wald. Pexels, Pixabay.

Mein letzter Tipp: Holt euch Wasser in den Garten.

Ob Gartenteich, Sumpfbeet oder einfach eine bepflanzte Wanne mit Wasser – jede Wasserfläche sorgt für zusätzliche Verdunstung und damit für Kühlung. Ganz nebenbei profitieren auch Vögel, Libellen und viele andere Gartentiere davon.

Und keine Sorge wegen der Mücken: Wo Wasser ist, kommen meist auch ihre natürlichen Gegenspieler. Wer zusätzlich Fledermäusen Unterschlupf bietet, muss sich um summende Plagegeister deutlich weniger Gedanken machen.

Garten darf in allen Stockwerken gedacht werden – wie ein Wald. Pexels, Pixabay.

Wie sorgt ihr für Abkühlung im Garten? Schreibt es mir gerne bei Instagram.

Ich wünsche euch einen coolen Sommer!

Eure Caro

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