Mai 2026
Der Nachbar mäht, die Sonne lacht – und ich bin hochmotiviert für die neue Gartensaison. Mein Traum: ein Garten, in dem ich alles kann, aber nichts muss.
Statt einfach drauflos zu gärtnern, stelle ich mir deshalb eine andere Frage: Was mag ich eigentlich nicht im Garten? Bei mir sind das vor allem das Gießen und das Unkrautjäten. Wobei ich finde: Unkraut gibt es gar nicht – nur Pflanzen, von denen es manchmal einfach zu viele gibt.

Also setze ich gezielt auf Pflanzen, die mit wenig Wasser auskommen. Heimische Stauden wie Tauben-Skabiose oder Wilde Möhre eignen sich dafür wunderbar. Ganz ohne Gießen geht es bei mir trotzdem nicht – dafür esse ich einfach zu gern Zucchini und Tomaten. Aber ich beschränke mich aufs Nötigste, nutze ausschließlich Regenwasser und gehe sparsam damit um.
Ein echter Gamechanger ist für mich das Mulchen. Allerdings nicht mit Rindenmulch, sondern ganz unkompliziert mit dem, was im Garten ohnehin anfällt: Rasenschnitt, Laub oder verwelkte Blüten. So bleibt die Feuchtigkeit im Boden, und ich muss deutlich weniger gießen. Ganz nebenbei spare ich mir auch noch den Gang zur Biotonne.


Bleibt noch das leidige Thema Unkrautjäten. Hier schaue ich zuerst: Welche Pflanze möchte ich überhaupt reduzieren? Bei mir ist das vor allem der Giersch, weil er andere Pflanzen schnell verdrängt. Statt ständig zu jäten, setze ich auf Konkurrenz: Pflanzen, die sich gut behaupten können. Ein Favorit ist das Herzgespann – es treibt früh im Jahr aus und ist dem Giersch damit einen Schritt voraus. Auch die Brennnessel lässt sich nicht unterkriegen und ist obendrein in der Küche vielseitig verwendbar. Eine echte Allround-Pflanze.
Und ja – auch Giersch kann man essen. Aber so viel dann eben auch wieder nicht.
Praktisch ist, dass mir das Mulchen auch hier in die Karten spielt: Es unterdrückt einen Teil des Gierschaufwuchses gleich mit. Gleichzeitig entsteht Humus, der den Boden verbessert und meine Pflanzen gut versorgt. So spare ich mir eine Menge Zeit – und das Gierschzupfen wird deutlich weniger.


Seht ihr? Viele Maßnahmen greifen ineinander und unterstützen sich gegenseitig. Genau das ist auch einer der Grundgedanken der Permakultur: natürliche Kreisläufe nutzen und den Garten so gestalten, dass alles möglichst nachhaltig zusammenarbeitet.
Probiert es doch mal aus: Welche Aufgaben mögt ihr im Garten am wenigsten – und wie geht ihr damit um?
Ich bin gespannt auf eure Erfahrungen!
Eure Caro

Du weisst nicht, wie du deinen in dein Paradies verwandeln sollst?
Dann schau doch mal vorbei:
Alle Veranstaltungen findest du hier auf dieser Internetseite: Veranstaltungen.
Mehr zu Naturschutzthemen, naturnahem Wandern oder Naturnahe Gartengestaltung findest du auf meiner Internetseite www.wuennenberg-bueren.de oder auf Instagram unter @badwuennenberg.bueren.
Hast du eine Frage? Dann schick sie einfach an erholungsgebiet@wuennenberg-bueren.de.
