August 2026

Warme Sommerabende, frisch geerntete Tomaten und Zucchini auf dem Teller, das Staudenbeet gleicht einem Monet-Gemälde – und plötzlich huscht ein dunkler Schatten durch den Garten. Hoch, runter, rechts, links. Blitzschnell fliegen Fledermäuse durch die Dämmerung.

Ein flinker Schatten am Abendhimmel: Fledermäuse sind ein Zeichen für einen lebendigen, naturnahen Garten. Foto: Srburke, Wikimedia.

Im August sind Fledermäuse besonders aktiv. Sie fressen sich den Winterspeck an und halten gleichzeitig Ausschau nach einem Paarungspartner. Besonders gut lassen sie sich in naturnahen Gärten beobachten. Der Grund dafür liegt allerdings nicht bei den Fledermäusen selbst, sondern bei ihrer Lieblingsspeise: Nachtfaltern. Und genau hier kommt das Krautbund ins Spiel.

Fledermäuse lieben das Krautbund nicht, weil sie sich für Blüten oder Pflanzen interessieren. Sie lieben das Leben, das dort entsteht. Das Krautbund besteht überwiegend aus heimischen Pflanzen und fördert damit ein ganzes Ökosystem. Viele Nachtfalter legen ihre Eier ausschließlich an heimischen Pflanzen ab, denn ihre Raupen sind auf diese spezialisiert. Wo viele Nachtfalter unterwegs sind, finden Fledermäuse reichlich Nahrung.

Foto: David James, Wikimedia.

Das Besondere am Krautbund: Es gibt nicht die eine Pflanzenmischung. Jede Ortschaft hat ihre eigene Liste mit heimischen Arten. Sie zeigt, welche Pflanzen natürlicherweise in der Region vorkommen und deshalb meist besonders robust, pflegeleicht und an das lokale Klima angepasst sind. Wer auf der Suche nach klimarobusten und wassersparenden Pflanzen ist, findet im Krautbund deshalb eine wertvolle Orientierung. Welche Pflanzen in deiner Region dazugehören, kannst du hier auf meiner Internetseite nachschauen.

Doch zurück zu den nächtlichen Flugkünstlern. Fledermäuse sind ein unverzichtbarer Bestandteil unseres Ökosystems und viel sympathischer, als ihr Ruf vermuten lässt. Sie leben in sozialen Gruppen und unterstützen sich sogar gegenseitig bei der Aufzucht ihrer Jungtiere. Tagsüber ruhen sie in dunklen, trockenen Verstecken. Mit der Dämmerung beginnen sie ihre Jagd und legen dabei oft mehrere Kilometer zurück.

Zwar können Fledermäuse sehen, doch in der Dunkelheit verlassen sie sich vor allem auf ihre Echoortung. Mit Ultraschall finden sie selbst winzige Insekten treffsicher. Wer das einmal selbst erleben möchte, kann sich in der Touristik Bad Wünnenberg oder Büren kostenlos einen Fledermaus-Rucksack ausleihen und den nächtlichen Jägern auf ihre ganz besondere Art lauschen.

Wenn an einem warmen Sommerabend wieder lautlos Schatten über deinen Garten huschen, weißt du jetzt, warum. Wo heimische Pflanzen wachsen, finden Nachtfalter ein Zuhause – und Fledermäuse ihr Abendessen. Vielleicht fliegt ja schon heute Abend eine über dein Staudenbeet.

Kennst du das Krautbund oder hast du schon einmal Fledermäuse in deinem Garten beobachten können? Ich freue mich auf den Austausch auf Instagram.

Eure Caro

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