März 2026

Gleich vorweg: Finger weg von der Heckenschere. Ab März ist Brut- und Setzzeit – also keine „Ich-schneide-hier-alles-ab“-Zeit. Ab jetzt wird Gartenarbeit kleingeschrieben. Wobei wir ehrlich sein sollten: „Arbeit“ hat im Garten eigentlich nichts zu suchen. Es heißt ja schließlich auch nicht Radfahrarbeit oder Yogaarbeit.

Finger weg von der Heckenschere. Ab März ist Brut- und Setzzeit. Foto: barskefranck, Pixabay.

Garten ist etwas Schönes. Und statt lästige „Arbeiten“ zu verrichten, dürfen wir Teil eines großen Ganzen sein. Dafür braucht es allerdings einen Garten, der zu uns passt.

Wenn ich therapeutische Ruhe beim Unkrautzupfen verspüre, darf mein Garten aus filigranen heimischen Pflanzen bestehen, deren zarte Blüten und Blätter man aus nächster Nähe bewundert. Tut mir allerdings nach fünf Minuten das Kreuz weh und ich fluche wie ein Rohrspatz über das elendige Beikraut, pflanze ich besser robuste, konkurrenzstarke heimische Stauden, die es auch mit Giersch aufnehmen können. Mein persönlicher Favorit: Herzgespann. Will nichts, kann aber alles.

Wenn ich gerne nasche und koche, sollte mein Garten eine kulinarische Reise sein. Tomatensoße direkt aus dem Beet zum Selberpflücken. Und wenn es im Haus nach warmem Apfelkuchen duften soll, darf ein Apfelbaum natürlich nicht fehlen.

Kulinarische Reise oder therapeutische Ruhe beim Unkrautzupfen – du entscheidest zwischen Müssen und Dürfen. Foto: 753tomas753, Pixabay.

Gartenarbeit fühlt sich nur dann wie Arbeit an, wenn wir etwas tun, das uns nicht liegt – oder das wir eigentlich gar nicht tun wollen. Picasso oder Monet haben das Streichen eines Pinsels über die Leinwand vermutlich auch nicht als Arbeit empfunden, sondern als Ausdruck ihrer Leidenschaft.

Deshalb meine Bitte: Verbannt die Arbeit aus eurem Garten. Statt Müssen sollte dort Dürfen wohnen. Und wenn euer Garten sich im Moment eher nach Müssen als nach Dürfen anfühlt, dann verändert etwas. Jetzt ist die richtige Zeit, euren Garten in euer persönliches Paradies zu verwandeln – statt einen kleinen Albtraum weiterzupflegen.

Manchmal braucht selbst eine Möhre eine Pause vom Müssen. Wähle Garten leben statt Gartenarbeit. Foto: congerdesign, Pixabay.

Und falls ihr gerade von einem Meer aus Hortensien träumt: Zwischen ihnen und Chinaschilf gibt es unzählige pflegeleichte, robuste heimische Stauden zu entdecken, die nicht nur euch, sondern auch Insekten glücklich machen.

Gebt eurem Garten eine Chance.

Wählt Garten leben statt Gartenarbeit.

Du weisst nicht, wie du deinen in dein Paradies verwandeln sollst?

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