Kolumne – Februar 2020

Sie fragen, der Zweckverband antwortet.

Nach dem bisher milden Winter fangen viele Hobby-Gärtner bereits mit der Gartenplanung für das kommende Frühjahr an. Blütenreichtum steht bei vielen ganz oben auf der Liste, gefolgt von Pflanzen mit hohen Pollen- und Nektarwerten für hungrige Insekten. Sofort denk man hierbei an Blumenwiesen, die es mittlerweile in allen Farben und für alle Standorte gibt – ein echter Insektenretter für jedermann. Aber warum legt man diese Blumenwiesen nicht auch in der offenen Landschaft an? Die Antwort ist einfach: wegen den sogenannten invasiven Pflanzenarten.

Invasive Arten, egal ob Pflanzen oder Tiere, nennt man all jene nicht-heimische Arten, die Schäden verursachen, sei es wirtschaftliche oder ökologische Schäden. Meist werden die Arten unabsichtlich durch weltweite Transporte eingeschleppt, einzelne Arten werden aber auch absichtlich Aufgrund ihrer Eigenschaften eingeführt, beispielsweise als Gartenpflanze. Ob eine eingeschleppte Pflanze zur Problempflanze werden könnte, lässt sich meist nicht voraussagen. Aus Erfahrung kann man aber sagen, dass jede zweite eingeschleppte Pflanze in Deutschland „Fuß fasst“. Dazu gehören beispielsweise das Indische Springkraut (Foto), die Kanadische Goldrute, die Spätblühende Traubenkirsche und der Japanische Staudenknöterich. All diese Arten sind als Zierpflanze nach Deutschland gekommen. Sie wachsen nun auch in der offenen Landschaft und verdrängen heimische Arten. Auf diesem Weg verbreiten sich die schlechten Eigenschaften der Pflanzen, der Japanische Staudenknöterich kann sogar durch winzige Spalten im Beton wachsen.

Daher ist es so wichtig, dass nur heimische Arten in der offenen Landschaft ausgebracht werden. Auch in ihrem eigenen Garten sollten Sie vermehrt heimische Pflanzen nutzen. Welche sich hierfür eignen, erfahren Sie in den Vorträgen zur naturnahen Gartengestaltung im Rahmen der Aktion „Bad Wünnenberg – naturnah“ (Mehr Informationen www.bad-wuennenberg.de)

Mehr zum Thema „Naturnahe Gärten“ und „Winterquartiere für Insekten, Igel und Co“ können Sie auf der Seite des Zweckverbands unter www.wuennenberg-bueren.de nachlesen.

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Das Indische Springkraut kam als Zierpflanze nach Deutschland und verdrängt heute massiv heimische Arten. Foto: Alsen, Pixarbay.
Kategorien: Aktuelles