September 2026
Goldenes Licht und üppiges Gartengrün – der September zeigt den Garten von seiner schönsten Seite.
Das Gartenjahr hat seinen Höhepunkt erreicht. Gemüse- und Staudenbeete quellen über, Hecken und Sträucher stehen in sattem Grün, und durchs Gartentor kommt man kaum noch hindurch. Sobald die Blüten verblühen sind, wandert bei vielen Gärtnerinnen und Gärtnern die Gartenschere schon in die Hand.

Doch genau jetzt beginnt für viele Tiere die wichtigste Zeit des Jahres: die Vorbereitung auf den Winter. Energiereserven werden angefuttert, um die kalten Monate zu überstehen oder den Zug in den Süden zu schaffen. Auch Pflanzen speichern nun Kraft für den nächsten Frühling.
Wer verwelkte Blüten und üppigen Bewuchs jetzt stehen lässt, hilft deshalb nicht nur der Natur im Moment, sondern legt den Grundstein für einen lebendigen Garten im kommenden Jahr.
Mein Tipp ist deshalb ganz einfach:
Die Natur machen lassen. Sie weiß erstaunlich gut, was sie tut.

Aus verblühten Blüten werden Früchte und Samen. Sie sind für viele Wildtiere eine wichtige Nahrungsquelle und füllen den natürlichen „Vorratsschrank“ für Herbst und Winter. Deshalb dürfen Blütenstände, Hecken und Sträucher jetzt gerne stehen bleiben.
Auch die Pflanzen selbst profitieren davon. Denn Früchte und Samen sorgen für ihre Vermehrung. So verjüngen sich Staudenbestände ganz von allein und wachsen dicht heran, sodass der Boden gut bedeckt bleibt.
Selbst abgestorbene Stängel erfüllen noch eine wichtige Aufgabe. Sie schützen die Wurzeln vor Frost und bieten Insekten sowie vielen kleinen Gartentieren ein sicheres Winterquartier. Über den Winter verrottet das Pflanzenmaterial nach und nach und wird zu wertvollem Humus – weniger Arbeit für uns und ein natürlicher Dünger für das nächste Gartenjahr.

Vielleicht ist genau das die schönste Gartenarbeit im September: einfach einmal nichts tun und der Natur vertrauen. Sie bereitet den Garten längst auf den nächsten Frühling vor.
Wie verbringst du gerade deine Zeit im Garten? Ich freue mich auf den Austausch auf Instagram.
Eure Caro
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