Kolumne – Dezember 2021

Sie fragen, der Zweckverband antwortet.

Den Winter empfinden viele als nass und kalt, mittlerweile wird auch Schnee immer seltener. Hierdurch entsteht schnell der Eindruck, dass genügend Wasser für Gartentiere zur Verfügung steht. Dies ist aber oft nur der Fall, wenn wir Menschen aktiv werden. Denn nutzbare Wasseransammlungen gibt es im urbanen Raum nur selten. Viele Pfützen sind besonders in den Wintermonaten mit Streu- und Taumitteln belastet.

Deshalb sollte man nicht nur bei Hitze und Trockenheit Trinkstellen mit frischem Wasser zur Verfügung stellen, sondern auch in den Wintermonaten. Eine sichere Trinkstelle ist beispielweise ein einfacher Blumentopfuntersetzer, der mit Wasser gefüllt wird. Sollte doch mal ein Tier ins Wasser plumpsen, kommt es leicht aus dem flachen Wasser wieder heraus und ertrinkt nicht. Hier liegt aber auch die Krux im Winter, da flaches Wasser schneller gefriert.

Um dies zu verhindern, kann man ein bisschen mit dem Standort experimentieren. Windgeschützte Standorte in der Nähe von Hauswänden oder unter Sträuchern sind oft frostfrei. Vorteil ist hierbei, dass der Untersetzer in Bodennähe stehen kann und somit auch der Igel an das Wasser gelangt. Ein weiterer Vorteil ist, dass hierdurch keine Kosten und kein Abfall anfallen.

Doch nicht immer lässt sich eine frostfreie Ecke finden. Dann kann man beispielsweise mit einer Kerze eine „Tränkenheizung“ selbst bauen. Hierzu eignen sich Grabkerzen aufgrund der langen Brenndauer, ein leerer Blumentopf und der oben genannte Blumentopfuntersetzer. Die Konstruktion ist leicht: man stellt die Grabkerze in den Blumentopf, zündet diese an und stellt den Topfuntersetzer auf den Rand des Blumentopfes. Die Wärme der Grabkerze wird im Blumentopf gehalten und beheizt somit den Blumentopfuntersetzer von unten. Auf Frischluft ist zu achten, sonst geht die Kerze aus. Diese Variante hat jedoch den Nachteil, dass hierbei Abfall anfällt und nicht alle Gartentiere die Tränke aufgrund der Höhe nutzen können.

Wer eine kleine Investition nicht scheut und eine Außensteckdose besitzt, kann auch im Fachmarkt eine Wärmeplatte für Geflügeltränken kaufen. Wenn man die Wärmeplatte mit einem Topfuntersetzer nutzt, kann auch hier wieder der Igel vom Wasser profitieren. Es gibt auch beheizte Glockentränken für Geflügel, allerdings haben diese den Nachteil, dass sie für ein Vogelbad meist zu schmal sind.

Wichtig bei allen Tränken ist jedoch, dass das Wasser regelmäßig gewechselt wird. Sonst können sich Krankheiten schnell ausbreiten.

Mehr zum Thema „Natur in der kalten Jahreszeit“ finden Sie hier – Aktuelles

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Damit Wassertränken im Winter nicht einfrieren, sollten sie möglichst an einem geschützten Ort aufgestellt werden. Foto: koala0815, Pixabay.
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