Kolumne – November 2020

Sie fragen, der Zweckverband antwortet.

Der Winter kehrt ein und auf einmal wird es draußen ruhiger. Besonders am Morgen und am Abend ist er nur noch vereinzelt zu hören, der Vogelgesang.

Während viele Vogelarten im Herbst gen Süden ziehen, trotzen wiederum andere Arten dem heimischen Winter. Hierzu gehören beispielsweise Amsel, Blaumeise, Feldsperling und Zaunkönig.

Um sich gegen die Kälte zu schützen, stellen Vögel ihre Federn auf. Denn ein aufgestelltes Gefieder wirkt wie ein Warmluftpolster, ähnlich einer Daunenjacke. Herausschauen tun nur noch die nackten Beinchen. Denen kann die Kälte aber nichts anhaben, dafür sorgt ein spezielles Wärmeaustauschsystem.  

Auch ein energiereiches Nahrungsangebot hilft den Vögeln ihre Körpertemperatur aufrecht zu halten. Da Insekten im Winter zur Mangelware werden, steigen viele Vogelarten auf vegetarische Nahrung um. In freier Natur gehören hierzu hauptsächlich Beeren, Früchte, Nüsse und Samen von heimischen Pflanzen.

Wer Vögel im eignen Garten über die Wintermonate unterstützen möchte, kann dies ganz einfach tun. Zuerst sollte der „Herbstputz“ nur sehr sparsam ausfallen. Wichtig ist nämlich, dass Nahrungsquellen wie Beeren, Nüsse und Samen nicht abgeschnitten werden. Dies gilt natürlich auch für Stauden, welche erst im Frühjahr nach dem letzten Frost geschnitten werden sollten. Wo es noch an Nahrungsquellen fehlt, ist jetzt die richtige Zeit, um entsprechende Anpflanzungen vorzunehmen. Denn in der nassen Jahreszeit kann mit ein bisschen Glück auf das Angießen verzichtet werden. Neben einem guten Nahrungsangebot freuen sich Vögel auch über Unterschlupfmöglichkeiten an regnerischen Wintertagen. Hierfür eignen sich dichte Hecken und Sträucher, aber auch Nistkästen.

Zuletzt kann auch noch mit geeignetem Vogelfutter zu gefüttert werden. Besonders zum Ende des Winters, das heißt im Februar und März, wird das natürliche Nahrungsangebot knapp. Dann freuen sich Vögel über Erdnüsse, Sonnenblumenkerne und Rosinen. 

Mehr zum Thema „Naturschutz“ und „Naturnahe Gartengestaltung“ können Sie auf der Seite des Zweckverbands unter www.wuennenberg-bueren.de nachlesen.

Sie haben eine andere Frage? Schicken Sie sie einfach an erholungsgebiet@wuennenberg-bueren.de.

Haubenmeise am Futterhäuschen – Foto: Eckhard Jagdmann
Kategorien: Aktuelles