Kolumne – Oktober 2020

Sie fragen, der Zweckverband antwortet.

Die ersten kalten Nächte hat der Herbst bereits beschert. Wer jetzt die Augen aufhält wird bemerken, dass viele Wildtiere zu dieser Zeit besonders aktiv sind. Denn die meisten bereiten sich auf den Winter vor. Das heißt vor allem Fettreserven anfuttern und vielleicht sogar einen Futtervorrat anlegen. Ein Futtervorrat macht aus menschlicher Sicht sehr viel Sinn, schließlich ist der Kühlschrank Zuhause meist auch ausreichend gefüllt. Aber wieso legen nicht alle Wildtiere einen Futtervorrat an?

Dies hängt damit zusammen, wie ein Wildtier den Winter verbringt. Wer Winterschlaf hält, braucht keinen Futtervorrat, da während der kalten Jahreszeit keine Nahrung aufgenommen wird. Echte Winterschläfe sind beispielsweise Igel, Fledermäuse, Siebenschläfer und Murmeltiere. Bei allen werden die Körperfunktionen bis zum Minimum runtergefahren, auch Körpertemperatur, Herzschlag und Atmung. Während der Winterzeit wachen Winterschläfer nur selten auf, meist wechseln sie nur ihre Schlafposition und geben Kot und Urin ab.

Wildtiere, die Winterruhe halten, fahren zwar auch ihre Körperfunktionen runter, jedoch nicht so tief wie die Winterschläfer. Auch wachen sie öfters auf, verlassen das Winterquartier und suchen Nahrung während der Wintermonate. Hierzu gehören beispielsweise Eichhörnchen, Dachs und Braunbär. Daher lohnt es sich auch für Eichhörnchen, einen Futtervorrat anzulegen.

Wichtig ist für alle Wildtiere, dass sie während der Wintermonate nicht gestört werden. Denn mit jedem Aufwachen verringern sich die Fettreserven und somit die Überlebenschance. Deshalb ist es auch so wichtig, dass sich die Tiere ausreichend Fettreserven anfuttern. Helfen können Sie, indem Sie das Futterangebot für Wildtiere im eigenen Garten steigern. Hierzu gehören Beeren und Nüsse, aber auch wilde und unaufgeräumte Ecken im Garten, in denen Insektenfresser genug Nahrung finden. Da Wildtiere für die Nahrungssuche auch Straßen queren müssen, sollte Sie auch im Straßenverkehr besonders vorsichtig sein und mit vermehrten „Wildwechsel“ rechnen.

Mehr zum Thema „Naturschutz“ und „Naturnahe Gartengestaltung“ können Sie auf der Seite des Zweckverbands unter www.wuennenberg-bueren.de nachlesen.

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Im Herbst müssen Wildtiere für die Nahrungssuche auch Straßen queren. Deshalb sollte Sie im Straßenverkehr besonders vorsichtig sein und mit vermehrten „Wildwechsel“ rechnen. Foto: joergip31, Pixabay.
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